philosophie  (tagungsthemen)

 

philosophie und systemische praxisformen

17. Wissenschaftliche Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft e.V

Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Anders Lindseth

Professor für praktische Philosophie, Zentrum für praktisches Wissen, Hochschule in Bodø, Norwegen; Professor für praktisches Wissen Künstlerfakultät, Universtät Göteborg, Schweden. Seit 1989 Leiter einer Philosophische Praxis; Mitglied des Vorstandes des Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP). Seit 1971 Meditationslehrer.


Beitrag

Echte Gespräche sind dreigliedrig: Es geht nicht nur darum, dass die Gesprächsteilnehmer gehört und ernst genommen werden, auch der im Gespräch besprochenen Sache muss zu ihrem Recht verholfen werden. Verstehen, sagt Hans-Georg Gadamer, ist Verständigung (oder Einverständnis) in der Sache. Wenn Gespräche zweigliedrig werden, geht die Sache verloren. So ist die Gefahr des Gespräches, die wir aber häufig im Eingebundensein in Systemwelten in Kauf nehmen müssen, das Hineinrutschen in die Zweigliedrigkeit. Dieser Gefahr sind wir auch dann ausgesetzt, wenn wir der Verhexung des Verstandes durch die Mittel der Sprache unterliegen, die Ludwig Wittgenstein beschreibt: Sobald die auf dem Spiel stehende Sache einen Namen hat, neigen wir zum Glauben, über sie Bescheid zu wissen.


Literaturhinweis

Lindseth, Anders. 2009. Ethik des Dialogs. Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung, 27, S. 14-22.


Moderation

Walter Zitterbarth, Marburg.

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freitag

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Beiträge


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